Wie Saug- und Wischroboter in der Pflegezeit entlasten
Wer einen Angehörigen pflegt weiß: Für den normalen Haushalt fehlen Zeit und Nerven. Dabei muss natürlich alles hygienisch bleiben. Eine Putzfrau vom Entlastungsbudget sich zu holen, scheitert an lächerlichen Hürden, wie du gleich lesen kannst. Die Lösung ist ein guter Putzroboter, der jederzeit seinen Dienst erledigt.
Unseren ersten Putzroboter habe ich in der Pflegezeit schnell ins Herz geschlossen, er wurde zum Familienmitglied und bekam direkt den Namen „Putzi“, da er so niedlich durch die Räume gewirbelt ist.
Es war noch ein einfaches Modell ohne Smartphonesteuerung, aber es hatte zwei gegenläufig drehende Räder und Eigengewicht, so dass es richtig effektiv putzen konnte. Das war so eine Entlastung und Erleichterung, dass der bloße Anblick seiner Putzgänge eine Wohltat war. Es kam mir wirklich vor wie Hilfe vom Himmel. Und man musste niemandem dankbar dafür sein, man musste nichts extra zahlen und man muss kein Smalltalk machen, mit einer weiteren Person, die in der Pflegezeit ins Haus kommt.
Vielleicht kennt ihr das, dass auch das anstrengend ist, wenn man mit Therapeuten, Ärzten, Fußpflegern etc. zusätzlich zum nervenaufreibenden Alltag noch Smalltalk betreiben muss, weil sie das irgendwie erwarten, man nicht einfach Tür aufmachen, reinlassen, weggehen kann – obwohl einem sehr oft danach wäre! Warum? Weil man sich Tag und Nacht schon kümmert und Zeit für sich selbst bräuchte. Stattdessen erwarten Helfer von außen dann zusätzlich, dass man als „Übersetzer“ zwischen Patient und Therapeut fungiert, aufpasst und den Zustand beschreibt oder registriert.
Jedenfalls ist man dann heilfroh, wenn man nicht auch noch ein Putzhilfe „betreuen“ muss oder jemandem dankbar ist. Ich mache keine Witze, denn auch unser Physiotherapeut hat angedeutet, dass er bei anderen auch mal Kaffee und Kuchen bekäme… *uff*. Leider kapieren selbst Leute, die mit Pflegebedürftigen täglich arbeiten nicht, was Pflege zuhause für die Angehörigen bedeutet.
Zurück zu den Putzrobotern…
Worauf es bei einem guten Saug- und Wischroboter ankommt
Für den Pflegealltag sind vor allem drei Dinge wichtig:
- zuverlässige Navigation
- möglichst wenig Wartungsaufwand
- gute Wischfunktion für den täglichen Gebrauch
Gerade die neueren Geräte reinigen ihre Wischrollen inzwischen selbstständig und leeren den Staubbehälter automatisch. Dadurch muss man sich deutlich seltener kümmern.
Was ich im Vergleich zu einer Putzhilfe besonders geschätzt habe: Das Teil kann zu jeder Tages- und Nachtzeit seinen Dienst erledigen. Wenn irgendwo Schmutz anfällt – Roboter an – erledigt.
Es ist einfach ein großer Unterschied ob man selber zum Putzeimer und Wischmob greifen muss, oder ob das ein Gerät gründlicher für einen erledigt, während man in der Zwischenzeit was anderes erledigen kann.
Natürlich muss man die Roboter auf die Verhältnisse zuhause anpassen. Auf den Boden und schauen, dass er möglichst viel freie Fläche hat. Ich kann nur sagen, seit wir den Roboter im Einsatz hatten, wurde wesentlich öfter geputzt als vorher!
Die Welt der Putzroboter entwickelt sich immer weiter und sie werden immer besser. Die sogenannten Kinderkrankheiten sind ausgemerzt und man kann sich auf die neuen Geräte gut verlassen, besonders auf Markenmodelle.
Aktuelle Eufy-Modelle im Überblick
Eufy ist eine etablierte, vertrauenswürdige Marke, die wir empfehlen können. Wichtig ist aber das richtige Modell für den eigenen Bedarf zu finden.
- eufy Deutschland Omni C20 *– Saug- und Putzroboter, kompakter Einstieg für kleinere Wohnungen
- X10 Pro Omni *– Saugroboter, beliebte Mittelklasse mit guter Hinderniserkennung
- Omni E25 *– starke Kombination aus Saugen und Wischen
- Omni E28 *– zusätzlich mit integriertem Flecken- und Polsterreiniger
Die neueren E25- und E28-Modelle setzen auf ein selbstreinigendes Rollensystem und sehr hohe Saugleistung. Dadurch ist das manuelles Nacharbeiten nicht mehr nötig. Eufy-Modelle haben natürlich ihren Preis, da sie sehr hochwertig und zuverlässig sind.
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Nicht perfekt – aber eine große Hilfe
Kein Saug/Putzroboter ersetzt einen Menschen vollständig. Ecken, Treppen oder größere Aufräumarbeiten bleiben weiterhin bestehen.
Trotzdem habe ich festgestellt, dass die tägliche Grundsauberkeit deutlich einfacher wird. Unser Roboter kam recht oft in der Küche, im Bad, im Flur und im Pflegezimmer zum Einsatz. Hier hatten wir ohnehin nur noch glatte Böden, da Teppiche mit Rollstuhl nur hinderlich sind.
Gerade in Bad und Küche konnte man so recht oft unkompliziert spontan putzen lassen.
Psychisch hat es einen enormen Effekt, wenn jemand anders, in diesem Falle, ein Putzroboter, für einen putzt. Denn gerade diese immer wieder anfallenden Alltagspflichten bringen Pflegende Angehörige oft an ihre Grenzen.
Leider war bei uns der Entlastungsbeitrag oft nur ein Witz, eine schöne Geste, die nichts bringt. Denn es ist zum einen oft schwer, darüber eine Putzhilfe zu bekommen, weil man keine normale Putzhilfe nehmen darf, sondern eine, die eine Ausbildung zur Betreuung von Pflegebedürftigen absolviert hat und dann mehr kostet. Zum anderen wollen die Pflegedienste selbst nicht zum Putzen ins Haus kommen. Drittens braucht man den Entlastungbeitrag auch noch für anderes, nicht nur fürs Putzen, viertens reicht es nicht wenn in der Woche 1x eine Putzhilfe kommt, weil es öfter Situationen gibt, in denen sofort geputzt werden muss.
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